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SABINE
BÖÖK Malerin
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Die
Künstlerin Sabine Böök (*1956), in Stuttgart geboren und in München
aufgewachsen, begeisterte sich bereits im Kindesalter für die Kunst. Früh
hat sie entdeckt, dass sie nicht nur die Kunst anderer betrachten,
sondern selbst kreativ sein wollte. So hat sie 1964 als Achtjährige mit
der Aquarellmalerei in der Kindermalschule von Antje Tesche-Mentzen
begonnen. Bis 1974 hat sie dort mit Aquarell, Pastell, Ölkreide und
Gouache gearbeitet. Neben textilen
Arbeiten sind in dieser Zeit auch Keramiken entstanden. Auch war sie an
zahlreichen gemeinsamen Ausstellungen beteiligt. Nachdem Sabine Böök
ihre Schulzeit an der Rudolf Steiner Schule in München beendet hatte,
machte sie ihre Leidenschaft zur Profession. Von 1974 bis 1977 studierte
sie Gebrauchs- und Werbegrafik. Im Anschluss an diese Ausbildung
arbeitete sie als Prospekt- und Bühnenmalerin bei der
Bavaria-Atelier-Gesellschaft München. Seit
1996 arbeitet Sabine Böök ausschließlich mit Acrylfarbe. Hatte sie
sich noch Ende der achtziger bis Mitte der neunziger Jahre mit der
Aquarellmalerei, Gouache sowie vor allem mit der Aquarell-Wisch-Technik auseinandergesetzt, so beginnen nun erste Experimente mit
Acrylfarbe. Dieses Material erlaubt – im Vergleich zur Ölfarbe –
ein schnelles und spontanes Arbeiten. Hatte die Farbe bis dato eher eine
untergeordnete Rolle als „Arbeitsmaterial“ gespielt, so entdeckt die
Künstlerin jetzt die Farbe völlig neu. Diese Hinwendung zur Acrylfarbe
leitet eine bedeutsame Wende im Oeuvre von Sabine Böök ein. Die Farbe
dominiert bis heute ihr gesamtes Schaffen. Im Laufe ihres künstlerischen
Experiments bricht die Farbpalette immer mehr auf, und kräftige
strahlende Farben entwickeln sich zum emotionalen Spiegelbild der Künstlerin.
Zur Steigerung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten wählt sie bewusst große
Leinwandformate aus, auf denen sich die Farbe voll entfalten kann. Dort
erprobte sie das Zusammenspiel von Licht, Farbe, Fläche und Form. Ihre
Auseinandersetzung mit der Farbe führt Sabine Böök in die
Abstraktion, und es entstehen Ende der neunziger Jahre mehrteilige großformatige
Arbeiten. Aber sie will sich stilistisch nicht festlegen und variiert
zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei. Bilder mit
Blumenmotiven entstehen. In leuchtenden starken Farben nehmen einzelne
Mohn- oder Tulpenblätter quadratische Bildflächen ein. Ihre riesigen
Blätter scheinen über die Leinwand hinauszuwachsen, als wollten sie
das Bild auf der Wand fortsetzen. Diese Arbeiten erinnern stark an die
Blumenbilder der Amerikanerin
Georgia O’Keeffe. Der
Abstrakte Expressionist Jackson Pollock vertrat die Vorstellung, ein
Maler kann auf der Leinwand nur ausdrücken, was er im Innern fühlt,
und er betrachtete die Leinwand als Arena – als Austragungsort des Kampfes mit der eigenen Person. Auch Sabine Böök begreift ihre
Malerei als Konfrontation mit sich selbst. Dieses Bewusstsein setzt vor
allem zu Beginn des Jahres 2000 ein, als sie schwer erkrankte. Die im
Laufe des vergangenen Jahres entstandenen Bilder sind als Reaktion auf die Erkrankung zu verstehen;
hervorgegangen aus einem Prozeß, in dem die Künstlerin versuchte, sich
in ihrer neuen Lebenssituation zu orientieren und zu positionieren. Ihre
Werke entwickeln sich zunehmend zum Spiegelbild der emotionalen
Befindlichkeit. Sie tragen programmmatische Titel wie „Lebensfluss“, „Lebenseinschnitt“ oder „Aus
dem Lot“ und verkörpern die konkrete Auseinandersetzung mit ihrer
aktuellen Lebenssituation. Mit den Werken dieser Zeit betreibt die Künstlerin
Schicksalsbewältigung. In
ihnen manifestiert sich durch Dynamik und Farbigkeit eine klare und
deutliche Lebensbejahung. Charakteristisch für die Malerei von Sabine Böök ist unter dem Einsatz der Farbe als Gefühlsträger die Verflechtung von autobiographischen Elementen und künstlerischem Experiment. Gegenständlich oder abstrakt zu malen ist für die Künstlerin keine stilistische Grundsatzfrage, sondern abhängig von der jeweiligen Lebenssituation entscheidet sie sich für einen der beider Malstile. Die Art der Malerei wird durch ihr Lebensgefühl bestimmt. Ihre Bilder vereinen Sensibilität und Kraft. Obwohl man beim Betrachten ihrer Arbeiten, die Präsenz künstlerischer Vorbilder spürt, hat sie diese Nähe nicht bewusst gesucht, da sie keine künstlerischen Vorbilder besitzt, an denen sie sich orientiert oder „abarbeitet“. Während
ihrer freien künstlerischen Laufbahn war Sabine Böök an zahlreichen
Ausstellungen beteiligt.
Auszug der Ausstellungen :
Malen im Atelier |
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